Vor- und Nachteile von Datenwolken
Wer heute Daten transportieren möchte, muss dies in der Regel noch mittels mobiler Festplatte, USB-Sticks oder klassischen Trägermedien wie CDs und DVDs machen. Doch immer wieder steht man vor dem gleichen Problem. Der Platz des Speichermediums ist voll und man bräuchte nur ein paar MB mehr Speicherplatz, aber da ist nichts zu machen. Was wäre da die Lösung?
Viele Firmen, darunter auch die Giganten Microsoft und Google, bieten deshalb Datenwolken an. Man kann sich für ein bestimmtes Entgelt Speicherplatz auf den Servern der Firmen kaufen und mittels seiner Logindaten von jedem Rechner auf der Welt seine Daten hoch- und herunterladen. Das klingt natürlich sehr komfortabel, wo ist dann der Haken.
Zunächst einmal müssen Sie großes Vertrauen zu den Unternehmen haben, besonders, wenn Sie private Daten hochladen. Garantieren kann Ihnen keiner, dass die Daten nicht weitergegeben werden oder von den Firmen selber für Werbemaßnahmen oder ähnliche Zwecke genutzt werden.
Auslesen kann man seine Datenwolke inzwischen recht komfortabel, Zusatzsoftware zeigt diese als normales Laufwerk auf dem Rechner an. Ein größeres Problem betrifft da eher die Backups.
Wenn Sie zuhause einen Privatrechner stehen haben, werden Sie auch immer wieder auf einer externen Festplatte Backups machen. Und natürlich machen auch die Betreiber der Datenwolken Backups von ihren Servern. Allerdings hat dies im Oktober 2009 nicht gut funktioniert. Die amerikanischen Nutzer der Sidekick Handys von T-Mobile konnten ihre Daten nämlich nur noch in einer Datenwolkespeichern und nicht mehr physikalisch auf dem Handy. Bei einem Serverbackup wurden dann Millionen von Daten nicht verschoben, sondern gelöscht. Die Technik der Datenwolke ist zwar sehr interessant, aber erst die nächsten Jahre werden zeigen, ob ein reibungsloser Ablauf möglich ist.
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